Mehrsprachige Nachmittage mit Kuchen und alten Liedern lassen Geschichten mühelos fließen. Auf Papiertischdecken notieren wir Namen, Jahreszahlen und Gerüche, markieren Orte auf Luftbildern und sammeln Dialektwörter, die später als zarte Muster Linien, Borde oder Pflasterfugen inspirieren.
Vergilbte Vereinsfotos, Quittungen vom Bäcker, Fahrscheine, Schulhefte: solche Funde schärfen unser Gefühl für Farbtöne, Typografie und Symbole. Die Patina alter Tinte übersetzt sich in Lasuren, während Vereinsfarben sanft als Bepflanzungsrhythmen oder Sitzkissenstoffe wiederkehren und Wegweiserpiktogramme werden behutsam neu gedacht.
Mit kleinen Aufklebern, Kreide und Notizkarten gehen wir gemeinsam Routen ab, an denen früher Marktschreier standen oder Kinder Seifenkisten bauten. Die Markierungen werden zum Drehbuch, aus dem später Platzierungen, Blickachsen und ruhige Nischen selbstverständlich hervorgehen.